Öfnungszeiten:
 1. April bis 30. September 
8.00-20.00 Uhr
1. Oktober bis 31. März
9.00 bis 18.00 Uhr

Kirche
Gemälde an der Stirnwand
Paulus
Home

Aktuelles

Gottesdienste

Spirituelles

Impulse

Termine

Historisches

Rundgang

Förderverein

Kontakt

Links

Archiv

Impressum
Beschreibung und Deutung der Szenen auf dem Gemälde auf der Stirnwand (von Franz-Josef Janicki SVD)

Bildwand 1

Das visuelle Zentrum aller Elemente dieser Bildwand in der ehemaligen Ordenskirche St. Paul der Steyler Missionare bildet die Geisttaube. In ihr zeigt sich der Geist Gottes als Ausdrucksgestalt des Wesens Gottes (blauer Kreis/Kugel - Symbol für Gott). Er ergießt sich in drei lebendigen Strömen in den Bildraum und erreicht als die eucharistischen Gaben wandelnde Kraft den Tabernakel, als begeisternde Kraft den Gottesdienstleiter und als inspirierende Kraft den Apostel Paulus, den Verfasser tiefer theologischer Briefe. Der blaue Farbton, Symbol für Glauben und Geistnähe, beherrscht dieses Bildzentrum.

Um dieses Bildzentrum ranken sich drei Gruppen typischer Szenen aus der Lebensgeschichte des Apostels Paulus.
Bildwand 2

Die erste Szenengruppe (links oben) erzählt von der Steinigung des Diakons Stephanus. Wie die Apostelgeschichte berichtet, stimmte der junge Saulus/Paulus dem Mord an Stephanus zu (8.1). Er beteiligte sich auch aktiv und führend an der ersten  Christenverfolgung(8,3). Die Szenengruppe berichtet dann von der großen Wende im Leben des Saulus/Paulus vor den Toren von Damaskus. Sie deutet die Lichterscheinung, von der die Apostelgeschichte spricht, als Erscheinung des gekreuzigten und auferweckten Jesus. Geblendet von ihrem Glanz stürzt Paulus zu Boden (9,3ff9 und wandelt sich zum Jesusanhänger.

Bilwand 3
Die nächste Szenengruppe zeigt folgende Situationen: In Damaskus heilt Hananias Saulus/Paulus von seiner Erblindung, tauft ihn und weist ihm den Weg zu seinem künftigen missionarischen Dienst (9, l Off). Saulus/Paulus predigt in den Synagogen von Damaskus und gerät mit seinen (früheren) Glaubensbrüdern in Konfl ikt. Weil er mit dem Tod bedroht wird, flieht er aus Damaskus. Die Apostelgeschichte schreibt: „Aber seine Anhänger nahmen ihn und ließen ihn bei Nacht in einem K orb die Stadtmauer hinab" (9,25).
Bildwand 4

Die dritte Szenengruppe zeigt wichtige Ereignisse des weiteren Lebensweges des Saulus/Paulus und  seine Vollendung. Auf dem Apostelkonzil zu Jerusalem gerät Saulus/Paulus mit Petrus in Streit und Kämpft für die Freiheit desEvangeliums (Apg 15 und Gal 2). (Farbe im Hintergrund:  Heller Okerton, Symbol für Klarheit, Erleuchtung, Wissen.) Auf seinen Missionsreisen predigt Saulus/Paulus das Evangelium. Er wendet sich auch den Notleidenden zu und heilt Kranke. Auf dem Areopag in Athen hält Saulus/Paulus seineberühmte, aber erfolglose Rede (17,16-34).
Bildwand 5


Der relativ schmale Bildfries erinnert an die fast    übermenschlichen Strapazen des Apostels auf seinen  Missionsreisen: Übermüdung, Hunger, Durst, sengende  Sonne, Schiftbruch vor Malta (vgl. 2 Kor l 1,23 ff;   Apg 27,27ff).
 

Das letzte Bild der Szenengruppe schildert die Enthauptung des Apostels in Rom. Für Christus gibt er sein Leben hin. In der ersten Szene dieses Wandbildes steht Saulus/Paulus als Ankläger und Verfolger der Christinnen und Christen auf der Seite der Mächtigen, in der letzten Szene ist er selbst Opfer der Mächtigen.

 Der Trierer Künstler Werner Persy, der dieses Wandbild schuf, beschränkte sich dabei auf wenige symbolträchtige Farben und einfache expressive Formen. In der Auseinandersetzung mit der Spiritualität des Gründers der Ordensgemeinschaften der Steyler Missionare und Steyler Missionarinnen, des heiligen Arnold Janssen, der begeistert war von Gott als „Geistereignis", und dem Leben und Dienst des Patrons dieser Kirche, des heiligen Paulus ist dem Künstler Werner Persy ein Werk gelungen, das fasziniert und zur Meditation anregt.